Mit einer 62 (neun unter Par) spielte Zach Bauchou bei der Bank of Utah Championship seine bisher beste Runde auf der Tour. „Ja, das war klasse", sagte der US-Amerikaner nach der Runde. „Als ich vom 18. Grün ging, habe ich zu meinem Caddie Mike gesagt: Ich glaube, das ist die niedrigste Runde, die wir je zusammen gespielt haben."
Lange Annäherungen als Schlüssel
Bauchou erklärte seinen Erfolg über die vielen Schläge aus 150 bis 200 Yards. Die Fairways seien recht breit, vier oder fünf Abschläge aber ziemlich eng. Wer dort gut treffe, könne viel gutmachen – das sei ihm an diesem Tag gelungen.
Die Zahlen bestätigten das: Vom Abschlag bis zum Grün gewann Bauchou fast sechs Schläge auf das Feld, und bei den Annäherungen auf die Grüns war er der Beste aller Spieler. „Die Eisen waren wirklich gut", sagte er. Zuletzt habe er den Ball oft zu stark als Draw gespielt. Inzwischen habe er aber ein Gefühl gefunden, mit dem er einige Schläge gerader spielen könne. Seitdem laufe es deutlich besser.
Die größte Herausforderung des Platzes sah er in diesen Annäherungen. Es gebe zwar einige Löcher, die man mit dem zweiten Schlag erreichen könne und auf denen man Birdies holen müsse. „Aber man hat viele Schläge aus 175 und 200 Yards, und es ist nicht immer leicht, mit einem Sechser- oder Siebener-Eisen das Grün zu treffen oder gar nah genug für ein Birdie zu kommen", sagte Bauchou.
Großer Abstand zwischen Statistik und Ergebnissen
Am interessantesten waren Bauchous Gedanken zu seiner Saison. Er hatte die reguläre Saison unter den Top 100 im FedExCup abgeschlossen und war in der Herbstwertung 86. „Ehrlich gesagt bin ich keiner, der sich große Ziele setzt. Ich versuche einfach, jeden Tag mein Bestes zu geben und mich jeden Tag zu verbessern."
In den Wochen davor habe er viel über die Saison nachgedacht. Er habe den Großteil des Jahres solide gespielt, aber nur wenige Top-Platzierungen erreicht. Ein Blick in die Strokes-Gained-Statistik habe ihm gezeigt, wie groß die Lücke ist: Dort lag er etwa auf Rang 40, im FedExCup aber fast auf Rang 90. „Das ist ein ziemlich großer Unterschied", sagte er. Er wolle sich zu Hause weiter verbessern, im Wissen, dass er „wahrscheinlich besser spiele, als es meine Ergebnisse zeigen" („I am actually playing probably better than what my results are").
Statistiken schaue er sich gern an. Sie seien zwar kein perfektes Abbild der Lage, aber eine brauchbare Grundlage. Für ihn sei vor allem der Drive entscheidend: Wenn er den Ball gut vom Tee bringe, spiele er meist auch insgesamt gut.
Offen sprach Bauchou auch darüber, wie anstrengend eine lange Saison ist. „Es war eine ziemlich lange Saison. Ehrlich gesagt ist es schwer, motiviert zu bleiben und jede Woche zu versuchen, sein Bestes zu geben", sagte er. Eine Runde wie diese helfe deshalb sehr. Sie motiviere ihn, auch im Rest der Woche gut zu spielen.
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