British Open 2026: McIlroy rechnet mit DeChambeau ab – die Stimmen zum Moving Day


Der Moving Day der 154. Open Championship lieferte nicht nur sportliche Höhepunkte – in der Mixed Zone von Royal Birkdale wurde Klartext geredet. Die Strafe gegen Bryson DeChambeau vom Freitagabend beschäftigt das Feld weiter, Rory McIlroy teilte ungewohnt scharf aus, und Scottie Scheffler machte mit einer kryptischen Andeutung neugierig. Die Stimmen zum Samstag. saltysenoritaaz.org
McIlroy rechnet mit DeChambeau ab
Rory McIlroy verfolgte die Szene, die DeChambeau am Freitag zwei Strafschläge und Platz zwei kostete, live in der Players Lounge: „Als er in den Ball gestiegen ist, haben wir uns alle angeschaut und dachten: Das sah nicht richtig aus." Für den Nordiren ist die Bewertung eindeutig: „Er hat die Linie seines Rückschwungs verbessert, daran gibt es keinen Zweifel. Ob es fahrlässig war oder absichtlich – das spielt keine Rolle. Die zwei Strafschläge waren absolut gerechtfertigt."
Dabei beließ es McIlroy nicht: „Ich werde mich hier nicht hinstellen und Bryson verteidigen. Ich bin kein besonders großer Fan von ihm. Vieles davon ist Show, vieles ist auf Aufmerksamkeit angelegt." Dass sich die Vergabe der Startzeiten bis kurz vor 23 Uhr verzögerte, weil DeChambeaus Weiterspielen offenbar auf der Kippe stand, brachte McIlroy besonders auf: „Das Turnier so in Geiselhaft zu nehmen – Spieler, Volunteers, alle mussten auf ihn warten. Das war kein gutes Bild."
Scheffler: „Ich habe eine Menge zu sagen – aber nicht jetzt"
Aufhorchen ließ Scottie Scheffler, der am Freitag an DeChambeaus Seite gespielt hatte. Auf die Frage nach der Strafe antwortete der Weltranglistenerste zunächst ausweichend – um dann nachzuschieben: „Eigentlich habe ich eine Menge dazu zu sagen. Ich habe nur noch nicht entschieden, was ich davon öffentlich sagen will. Wir sind mitten im Turnier, und ich habe morgen einen Job zu erledigen." Man darf gespannt sein, was nach dem Finale kommt.

Milde Töne von Schauffele, klare Kante von Lowry
Xander Schauffele, ohne Social-Media-Accounts, erfuhr erst spät von der Aufregung: „Ich habe mich nur gewundert, warum unsere Startzeiten um 22:50 Uhr noch nicht draußen waren." Er gestand DeChambeau den Zweifel zu: „Er sagt, es war nicht absichtlich – dann gibt man ihm den Benefit of the Doubt. In diesem hohen Gestrüpp um den Ball herumzutanzen ist heikel." Shane Lowry wurde deutlicher: „Für mich sieht es so aus, als hätte er seine Lage verbessert – und das sind nun mal die Golfregeln." Marco Penge, dessen Startzeit erst um 23 Uhr feststand, nannte den Abend schlicht „einen ziemlichen Witz".
Rahm über das Phänomen Fleetwood

Jon Rahm, an der Seite von Tommy Fleetwood unterwegs, geriet beim Thema Heimpublikum ins Schwärmen – mit einem Augenzwinkern: „Ohne England zu nahe treten zu wollen: Ich bin froh, dass sie das EM-Finale nicht gegen Spanien gewonnen haben – das wären drei harte Tage für mich geworden." Die Unterstützung für Fleetwood sei „konstant und bedingungslos – aber die Fans sind respektvoll zu allen anderen. Das macht es für uns alle so besonders."
Fleetwood selbst blickte nach seiner 69 emotional auf den Tag: „Ich träume davon, seit ich sieben bin – und das hat nie aufgehört. Ich war heute an der Open auf der Back Nine einen Schlag von der Führung entfernt. Was auch immer morgen passiert: Diese Woche werde ich für immer haben."
Burns nimmt DeChambeau in Schutz: „Ich fühle mit ihm"
Einen bemerkenswerten Kontrapunkt zu McIlroys Abrechnung setzte ausgerechnet der Führende: Sam Burns, am Samstag an DeChambeaus Seite unterwegs, stellte sich vor seinen Flightpartner. „Aus meiner Sicht gab es vielleicht nicht genug Beweise, um dort eine Strafe zu verdienen. Ich fühle ehrlich mit Bryson", sagte Burns. „Es ist bitter, wenn sie nach deiner Runde kommen und dir sagen, dass dir zwei Schläge abgezogen werden. Aber Respekt: Wie er heute rausgekommen ist und eine richtig gute Runde gespielt hat – das erfordert eine Menge Biss."
Herbert: Schach in den Dünen – und ein Schlag für die Top 10
Lucas Herbert haderte nach seiner 71 nur kurz mit dem verspielten Vorsprung – und schwärmte lieber von seinem Rettungsschlag an der 17: ein 3-Eisen aus 238 Yards aus dem Gestrüpp, nach langer Diskussion mit den Regel-Offiziellen. „Das war einer dieser Schläge: Entweder wird er unglaublich, oder es ist das Ende meines Turniers. Ich glaube, der schafft es in die Top 10 meiner besten Schläge." Links-Golf, sagt der Australier, sei ohnehin „wie Schach: Manchmal siehst du das Schachmatt drei Züge vorher kommen und kannst nichts dagegen tun". Vor dem Finale macht er sich keine Illusionen: „Sam Burns wird morgen ein Besessener sein. Ich bin nicht begeistert, ihm drei Schläge Vorsprung zu geben – aber was ich die letzten drei Tage produziert habe, ist nicht außer Reichweite."
Fangesänge für Gerard und Suber
Kuriose Randnotiz von den Rängen: US-Profi Ryan Gerard wird von den Einheimischen kurzerhand zur Liverpool-Legende erklärt – des Nachnamens wegen. „Ein paar Kinder glauben wirklich, ich sei Steven Gerrard. Ich bin damit vermutlich gerade der meistgehasste Mann in Manchester – zum Glück sind wir in Liverpool", lachte Gerard, der mit -7 als Vierter ins Finale geht. „Es wird nicht mal gleich geschrieben, aber ich nehme jede Unterstützung mit." Und für Jackson Suber dichteten die Fans einen eigenen Song auf die Melodie von „Fireball" – vorsingen mochte ihn der müde Open-Debütant nach der Runde allerdings nicht mehr.
Scheffler über Leader Burns: „Nur eine Frage der Zeit"
Über den Führenden Sam Burns fand Scheffler dagegen nur warme Worte: „Sam klopft seit Jahren an die Tür – er war bei den letzten US Opens nah dran. Er hat enorm viel Talent. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis er eines dieser Turniere gewinnt." Vielleicht schon am Sonntag – Golf Post begleitet die Finalrunde im Liveticker.
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England feiert Tor-Spektakel gegen Frankreich und holt Bronze
Beide Trainer nahmen nach den Halbfinalpleiten jeweils sieben Wechsel in ihren Startformationen vor. Bei Frankreich saß unter anderem Ousmane Dembélé nur auf der Bank, bei den Engländern blieb Harry Kane und Jude Bellingham ebenfalls draußen.
England erwischte den deutlich besseren Start und ging bereits in der dritten Minute in Führung. Nach einem Fehlpass von Désiré Doué im Spielaufbau nahm Declan Rice den Ball auf, zog aus 23 Metern nach innen und schweißte den Schuss unhaltbar unten rechts ins Eck.
Frankreich fand zunächst kaum Zugriff, während die "Three Lions" weiter den Weg nach vorne suchten. (3.)
Argentina v England: Nations Championship rugby – live
Live rugby union updates from 8.10pm BST/4.10pm ART
4 mins. On the next attack Fin Smith floats a beautiful kick towards Freeman’s wing who soars above Carreras to claim it and score.
Who had four minutes on a fight breaking out? Because immediately after the touchdown there’s some afters that Freeman takes exception to which Chessum runs a full 15 metres towards to get involved with.
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Fernando Alonso hatte bereits erklärt, dass das Hauptproblem im zweiten Sektor liegt, wo die ...Weiterlesen
British Open 2026: Burns kontert Fox‘ Rekordrunde und führt vor dem Finale


Was für ein Moving Day in Royal Birkdale: Erst egalisiert Ryan Fox mit einer historischen 62 den Major-Rekord, dann kontert Sam Burns am Nachmittag mit einer 65 – und geht mit zwei Schlägen Vorsprung in den Finalsonntag der 154. Open Championship. Dazwischen: ein Führungskollaps, ein jubelndes England und ein Österreicher, der sich in die Finalrunde rettet.
2>Fox aus dem Nichts: Die dritte 62 der Woche
Ryan Fox startete die dritte Runde bei Even Par – und spielte sich in den ruhigen Vormittagsbedingungen in einen Rausch. Seine 62 egalisiert die niedrigste Runde der Major-Geschichte, die Branden Grace 2017 ebenfalls in Birkdale aufgestellt hatte und die in dieser Woche bereits Sam Burns und Lucas Herbert erreicht hatten. Die dritte 62 innerhalb von zwei Tagen also, doch die von Fox hatte besonderes Gewicht: Sie katapultierte den Neuseeländer aus dem Mittelfeld mitten ins Titelrennen. „Das war eine Wahnsinnsrunde. Foxy flightet den Ball so gut wie kaum ein anderer", adelte ihn Rory McIlroy anschließend.
Burns' Antwort am Nachmittag

Als der Wind auffrischte und die Fahnen an den Grünrändern kaum noch anspielbar waren, lieferte Sam Burns die Antwort des Tages: Der Rekordmann von Runde 2 legte eine 65 nach – bei deutlich schwereren Bedingungen womöglich die beste Leistung des Tages. Mit insgesamt zehn Schlägen unter Par führt Burns das Feld vor dem Finale an, zwei vor Fox und Si Woo Kim, der sich mit einer 67 auf -8 verbesserte.
Herberts bitterer Abend

Lange sah es nach einem australischen Führungswochenende aus: Lucas Herbert, mit seiner 62 vom Freitag als Spitzenreiter gestartet, baute die Führung zwischenzeitlich auf -9 aus. Doch auf der Back Nine brach der Australier ein, verlor zwei Schläge und rutschte mit einer 71 auf -7 zurück – gemeinsam mit dem US-Amerikaner Ryan Gerard. Dahinter lauern bei -6 Bryson DeChambeau, der trotz seiner Zwei-Schlag-Strafe vom Freitag eine 69 ablieferte, Ludvig Aberg und Jackson Suber.
Fleetwoods Achterbahn vor heimischer Kulisse

Der emotionale Mittelpunkt des Tages war einmal mehr Tommy Fleetwood. Vom Publikum bei jedem Grün gefeiert, kletterte der Lokalmatador zwischenzeitlich bis auf einen Schlag an die Spitze heran – ehe ihm zwei verlorene Schläge auf den Schlusslöchern eine 69 und fünf Schläge Rückstand bescherten. „Ich war an der Open auf der Back Nine einen Schlag von der Führung entfernt – solche Momente bleiben fürs Leben", sagte Fleetwood, der die Hoffnung auf den ersten Major-Titel vor Heimpublikum noch nicht aufgibt.
Straka kämpft sich durch den Samstag
Aus DACH-Sicht bleibt Sepp Straka der einzige Vertreter im Wochenende – und erlebte einen zähen Tag: Der Österreicher fand nie einen Rhythmus, kassierte vier Schläge über Par und fiel mit einer 74 auf +2 und Rang T64 zurück. Bernd Wiesberger, Tim Wiedemeyer und Tiger Christensen hatten den Cut bereits verpasst.
Die Verfolger: Scheffler, Rahm – und ein weiter Weg für McIlroy
Scottie Scheffler und Jon Rahm teilen sich nach 70er-Runden mit -4 den elften Platz – sechs Schläge zurück, aber bei den niedrigen Scores dieser Woche nicht chancenlos. Rory McIlroy dagegen dürfte mit -2 (T29) zu weit zurückliegen: „Ich gehe sicher nicht raus und denke, ich hätte eine große Chance zu gewinnen", räumte der Nordire ein.
Die Entscheidung fällt am Sonntag – Golf Post begleitet die Finalrunde wie gewohnt im Liveticker. Alle Scores gibt es im Leaderboard der British Open 2026.
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